
Anmeldungen zu dem Kurs (Interessentenliste) nimmt der Sylter Hospizverein e.V. unter der Tel-Nr.:
04651/92 76 84 entgegen.
Interessierte werden zu einem ersten Informationsabend eingeladen.
Auskünfte erteilen die Kursleiterin Ulrike Körbs (Tel. 0151 58 78 26 38) und Kursleiter Bernd Redlin
(Tel. 0170 80 90 80 1)
Der Kursus ist kostenlos. Nach Abschluss des Kurses werden die TeilnehmerInnen – wie sie es mit ihrer persönlichen Situation vereinbaren können- in der Begleitung Schwerstkranker und ihrer Angehörigen und (nach Fortbildung) in der Trauerbegleitung eingesetzt.Sie verpflichten sich in der Regel für ein Jahr zur ehrenamtlichen Arbeit als HospizbegleiterIn. Die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen sind für ihren Einsatz durch den Verein versichert. Auslagen, Fahrtkosten etc. werden erstattet.
Einmal im Monat treffen sich alle HopizbegleiterInnen unter der Leitung eines/r Kursleiters-in zu Fallbesprechungen, gegenseitiger Beratung und Fortbildung .Dieser Abend ist verpflichtend und dient der weiteren Arbeit an Inhalten und der eigenen Person, der gegenseitigen Wahrnehmung und der Qualitätssicherung der Arbeit.Für regelmäßige Fortbildung durch Vorträge und spezielle Seminare, an denen die Ehrenamtlichen MitarbeiterInnen in der Regel kostenfrei teilnehmen, ist gesorgt.Der Einsatz der HospizbegleiterInnen wird von der Koordinatorin geleitet und begleitet.Die Einsätze werden dokumentiert und statistisch erfasst und in der Jahresversammlung des Vereins veröffentlicht und mitgeteilt.
Der Sylter Hospizverein e.V. beteiligt sich an der Gesamtstatistik des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes e. V. und seiner Landesarbeitsgemeinschaften. Alle Daten werden anonymisiert.
2. Voraussetzungen zur Teilnahme am Ausbildungskurs zum/r HospizbegleiterIn im Sylter Hospizverein e.V.
In der Begleitung Schwerstkranker und ihrer Angehörigen gehen wir mit den grundlegenden existenziellen Fragen des menschlichen Lebens und Sterbens um. Die HospizbegleiterInnen begleiten und betreuen Schwerstkranke und deren Angehörige und nehmen dabei auch am alltäglichen Leben der Schwerstkranken und ihrer Familie teil. Sie geben den Sterbenden Zuwendung und zeigen so, dass sterbende Menschen und deren Angehörige zu uns und unserer Gesellschaft gehören. Sie sind offen für Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen und übernehmen bei der Begleitung eine große Verantwortung. Sie erfahren in der Begleitung der betroffenen Menschen außerordentlich Bereicherndes, Erfüllendes und Befriedigendes. Auf der anderen Seite sind sie aber auch schwierigen Situationen, Krisen und Beziehungen ausgesetzt.
Daher sollten die KursteilnehmerInnen neben einer großen Sensibilität auch über ein hohes Maß an Belastbarkeit verfügen.
Es ist wichtig, dass die Menschen, die eine solche Aufgabe übernehmen, sorgfältig ausgesucht werden, bzw. dass sie sich selbst prüfen, ob sie dieser Aufgabe gewachsen sind.Dem dienen die Gespräche mit den KursleiterInnen zu Beginn und am Ende der Ausbildung.
Wir bieten an:
Wir erwarten von den KursteilnehmerInnen, dass sie
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Der Kursschritt
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Der Transfer
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Schritt 1 – wahrnehmen
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wahrnehmen – was ist – in der Gruppe, bei mir, bei den anderen
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Schritt 2 – mitgehen
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jemanden begleiten – sich auf das Tempo, auf seine Schritte einlassen
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Schritt 3 – zuhören
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zuhören – aktiv zuhören und merken, worum es geht
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Schritt 4 – verstehen
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verstehen – auch was hinter den konkreten Worten steckt
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Schritt 5 – weitergehen |
wir treffen auf einen Menschen und begleiten ihn weiter, es wird ein gemeinsamer Weg
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Schritt 6 – bleiben
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wann bleiben wir, wann gehen wir; wann ist die Begleitung noch notwendig, wann kann ich mich verabschieden
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Schritt 7 – loslassen
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wann können/müssen wir loslassen
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Schritt 8 – aufstehen
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am Ende ist ein Mensch gestorben, unsere Wege haben sich getrennt, wir müssen aufstehen
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Nach dem Grundkurs gehen die TeilnehmerInnen in ein halbjähriges Praktikum.
Die Praktikumsplätze werden uns in der Regel von den Alten- und Pflegeheimen der Insel zur Verfügung gestellt. Eine Praktikumsbegleitung in der Klinik ist wegen der kurzen Liegezeiten nicht sinnvoll.
Die Begleitung sollte 2 Std. wöchentlich umfassen. Einmal im Monat treffen sich die TeilnehmerInnen verpflichtend zum Austausch und Besprechen der Besuchsprotokolle und zur thematischen Weiterbildung. In der Regel bitten wir die Alten-und Pflegeheime um eine Einheit „Ein kurzer Blick in die Pflege“ mit praktischen Übungen, damit sich die KursteilnehmerInnen mit Grundlagen der Pflege vertraut machen können.
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Der Kursschritt
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Der Transfer
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Schritt 1 – gerufen
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Was/wer ruft uns in eine bestimmte Situation, veranlasst uns etwas zu tun?
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Schritt 2 – gefragt
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In der Sterbebegleitung sind wir nach unseren Möglichkeiten und Ressourcen gefragt
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Schritt 3 – bedacht
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Wer sind wir? Was „lähmt“ uns? Wem geben wir uns zu erkennen bzw. können wir uns zu erkennen geben?
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Schritt 4 – gelöst
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Was ist Befreiung? Wer kann Lasten von uns nehmen? Wie können wir Entlastung gewähren?
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Schritt 5 – gedeutet
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Wie deuten wir, was geschieht? Vor welchem Hintergrund verstehen wir einen anderen Menschen, versteht er sich selbst?
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Schritt 6 – begrenzt
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Auf welche Grenzen stoßen wir bei uns und bei anderen – und wie gehen wir mit ihnen um.
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Schritt 7 – entdeckt
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Wir ent-decken was verdeckt – bei uns und anderen
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Schritt 8 – bewegt
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Was bewegt uns am Ende des Kurses – am Ende einer Begleitung?
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Quellen:
Elke Schölper,( Hg.) Sterbende begleiten lernen, Gütersloh 2004
Hospizverein Bergstraße e.V. (http://www.hospiz-verein-bergstrasse.de)